Die Entwicklung des seit 2013 offiziell erhältlichen mobilen Betriebssystems Firefox OS schreitet voran.

Mit seiner quelloffenen Philosophie, die Mozilla verfolgt, sollte das Betriebssystem als Alternative zu den konventionellen Modellen, wie Android und iOS, Entwicklern die Programmierung von Smartphone-Apps erleichtern und zu einem breiteren Spektrum an Applikationen führen. Für die App-Entwicklung kann dabei auf existierende Frameworks und Web-Standards wie HTML 5 zurückgegriffen werden. So wird den Produzenten ein leichter Einstieg in die Plattform gewährleistet, die kein Erlernen einer neuen Programmiersprache oder eines neuen Frameworks voraussetzt.

Mit der Smartphone-Offensive möchte Mozilla aber auch die Verbreitung mobiler Dienste vorantreiben. Preise werden so niedrig wie möglich gewählt, um die Geräte möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Es gilt, die Menschheit zu vernetzen.

Firefox hat nun die Planung eines neuen Einsteigermodells bekannt gegeben, das bereits ab 25 USD (ca. 18 €) erhältlich sein soll und kooperiert dazu mit namhaften Billig-Chipherstellern.

„Damit soll die nächste Milliarde Menschen zu Mobilfunknutzern gemacht werden“

– Die Welt

Entscheidend bei den Firefox-Handys ist das beachtliche Preis-Leistungs- Verhältnis. Auch wenn die Einsteiger-Modelle nicht mit den hochklassigen Smartphones wie Samsung konkurrieren können, bieten Sie die wesentlichsten Funktionen an und dürfen sich durchaus als Smartphone bezeichnen lassen. Das Erledigen alltäglicher Aufgaben wie das Schreiben von Emails sei auf damit genau so wie mit den Spitzenmodellen der Mobilbranche möglich. Das Gerät ist kein messbares Spielzeug für Smartphone-Kenner, es werden allerdings noch weitere (höherwertige) Modelle bekannter Hersteller in bisher 17 Ländern vertrieben.

Der Preis, den Mozilla durch seine Gemeinnützigkeit erreicht, macht Schwellenländern den flächendeckenden Mobilfunkeinstieg möglich. Die Welt spricht (siehe oben) von dem Erreichen einer weiteren Milliarde Mobilfunknutzern. Die zunächst sehr hoch erscheinende Erwartung relativiert sich aber mit der bisher vorliegenden Unerschlossenheit des Mobilfunkmarktes in den entsprechenden Ländern. Firefox möge bis zum Wechsel zu den etablierten Betriebssystemen eine Einstiegsklasse sein, sicher ist jedoch: Mozilla wird einen wesentlichen Einfluss auf die Distribution des Mobilfunks haben.

Ich finde das Firefox-OS Prinzip, zumindest aus Entwicklersicht, sehr nutzvoll, da man die bekannten Open-Web-Technologies zu Rate zieht und die App-Entwicklung faktisch allen Web-Entwicklern ermöglicht.