open-house-1163357_640 AdBlocker! Jeder kennt Sie, viele benutzen ihn. AdBlocker erledigen eine ziemliche genaue Sache: Sie blockieren Anzeigen auf Websites. Installiert werden diese Tools als Browser Plugin. Das momentan beliebteste Plugin ist AdBlock Plus. Hier möchte Ich mich nicht mit dem technischen Aspekt beschäftigen, sondern viel mehr Hintergrund, Folgen und die moralische Seite beleuchten.

 

 

 Mehrwert für den Nutzer

Der Mehrwert für den Nutzer ist sehr eindeutig: Nervige und agressive Werbung wird kurzerhand   ausgeblendet. Webseiten werden auf ihren Inhalt beschränkt, quasi auf das, was der Besucher zu lesen wünscht. Dem Benutzer eines Adblockers entstehen faktisch nur Vorteile.

 

Auswirkungen für Webmaster und Blogger

Nutzern, die ein entsprechendes Plugin nutzen, werden keine oder nur wenige Anzeigen eingeblendet. Anzeigen sind für den Großteil der Website-Betreiber die wichtigste Einnahmequelle. Sie funktioniert ohne eine Investition der Besucher. Der Betreiber wird entlohnt, ohne dass der Besucher dies bezahlt. Werden diese Anzeigen nun nicht mehr ausgeliefert, entfällt mit der Einnahmequelle auch eine wesentliche Existenzgrundlage.

 

Sind AdBlocker unfair?

Ich persönlich verwende der Fairness halber keinen AdBlocker. Leute, die mir unentgeldlich Informationen liefern, sollten in meinen Augen für ihren Aufwand entlohnt werden. Kann ich diese Entlohnung liefern, ohne selbst direkt dafür zu bezahlen, dann nutze ich diese Möglichkeit.

Andererseits kann ich auch einen Teil der AdBlock Nutzer verstehen. Allerdings nur, wenn das Blocken selektiv und nicht prinzipiell erfolgt. Die Plugins bieten Möglichkeiten, Ausnahmeregeln hinzuzufügen oder das Blocken einzuschränken. Auf Webseiten, die auf den ersten Blick mehr Anzeigen als Content zeigen, ist ein AdBlocker durchaus angebracht. Auf Websites, die einige Text-Anzeigen oder Banner am Seitenrand platzieren, finde ich das Blocken unangebracht.

Ein mittlerweile noch geringerer Teil der Internetnutzer verwendet zur Danksagung Micropayment Dienste wie flattr. flattr bietet die Möglichkeit, Produzenten diverser Medien (Musik, Text, Video,…) zu unterstützen. Der Benutzer leistet eine monatliche Zahlung, deren Höhe er selbst bestimmt. Dieses Geld wird dann – abzüglich einer geringen Betreibergebühr – an die selbst ausgewählten Produzenten aufgeteilt. Webmaster binden einen Button ein, auf den Nutzer klicken können, um sie über flattr zu unterstützen. Der Dienst lässt sich ebenfalls mit sozialen Netzwerken wie Instagram verbinden, sodass auch die Produzenten eines Bilds, das man mit „gefällt mir“ markiert, einen Teil des Betrags erhalten. Micropayment Dienste sind aufgrund ihrer Einfachheit eine tolle Möglichkeit, Leute zu unterstützen, die einen Mehrwert bieten. Dennoch basieren Sie auf der Eigenleistung des Unterstützers.

Der erste Schritt, einen Webmaster zu untersützen ist, den Adblocker zu deaktivieren.

 

Screenshot des AdBlock Plus Plugins

 

Bild: Newchurch/flickr.com/cc-by